Nach dem Spiel entspanne ich, indem ich nicht an das Spiel denke. Denn der Körper kann nur entspannen, wenn zuerst der Kopf entspannt.
Entspannung bedeutet für mich also viel Zeit zu haben und keinen Stress, keine Terminaneinanderreihung.
Deswegen freue ich mich auch, am Tag nach dem Spiel (meistens ein Sonntag) rein gar nichts zu machen.
Wenn ich nach der Regeneration im Stadion nach Hause komme, freue ich mich schon auf meinen Mittagsschlaf. Eine Erfindung für Kleinkinder, Rentner und Fußballprofis (er ist auch im Trainingslager Pflicht für mich).
Natürlich nachdem ich mich um mein Essen gekümmert habe. Auch dabei gilt das Bequemlichkeitsprinzip, d.h. es darf auch ausnahmsweise mal etwas nicht ganz so Gesundes sein. Hauptsache nicht groß nachdenken oder großer Aufwand.
Alternative oder Ergänzung zum Mittagsschlaf können auch 5 Stunden Couch+Fernseher in Form von Filmen und Sportsendungen bilden.
Danach habe ich mich genau soviel ausgeruht, um mich noch einmal für einen Besuch in einem Restaurant beziehungsweise bei Freunden zu einem leckeren Abendessen aufzuraffen.
Am wichtigsten ist, so wenig durch die Gegend zu laufen wie möglich. Ausnahmen sind am freien Tag Heimatbesuche bei meiner Familie, das ist Entspannung pur für mich.
Nach anstrengenden Trainingseinheiten, speziell im Trainingslanger, hilft mir zur körperlichen Regeneration oft ein kurzer Saunagang mit anschließendem Sprung in ein eiskaltes Becken. Ein Bad im Whirlpool ist auch super, allerdings nicht länger als 10 Minuten, da ich mich sonst schlapp und müde fühle. Dieses Jahr hatten wir mit unseren Trainingslagern in Bad Pyrmont und besonders in Velden mit dem Wörthersee dafür perfekte Bedingungen.
Ergänzt durch eine Massage von unseren Physiotherapeuten fehlt es uns da an nichts. Wichtig ist bei den Massagen wieder: Keine Zeit = keine Entspannung.
Deswegen nehme ich mir im Urlaub nach der Saison(-Hälfte) für Sauna und Pool auch etwas mehr Zeit.
Entspannung im Urlaub bedeutet wie gesagt Kopf abschalten. Wenn man Spaß hat schaltet man automatisch den Kopf ab. Deshalb versuche ich im Urlaub auch so viel Spaß wie möglich zu haben, durch Dinge, die ich sonst nicht machen kann: Wasserski, Wassertube, Jetski fahren oder auch Blind-Soccer spielen;-)
Darüber hinaus kann ich im Urlaub erstaunlicherweise auch super entspannen / regenerieren, indem ich stundenlang Beachvolleyball spiele. Zum einen macht es mir auch Riesenspaß. Zum anderen schont es die Gelenke und die bei Fußballern viel beanspruchten Adduktoren, die Hüft- und Beckenmuskulatur. Und es trainiert die Sprungkraft, was später durchaus hilfreich in der Vorbereitung ist.
Die Ermüdung am Abend verhindert schlimmere Dinge, die man am Abend machen könnte und trägt vielleicht auch deshalb zur besseren Entspannung bei. Diese Theorie beruht auf Erfahrungswerten und ist speziell auf meinen Körper zugeschnitten;-)
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